Rote Bete

Die Rote Bete ist eine tief wurzelnde und daher weitgehend trockenheitsresistente Pflanze. Ihre Knollen – plattrund, kugelig, birnenförmig oder zylindrisch – sind rot, gelb oder weiß. Das Gewicht der Knollen beträgt 100-600 g. Ihre rote Farbe beruht auf der hohen Konzentration an dem stickstoffhaltigen Glykosid Betanin und an einem gewissen Gehalt an Anthocyan.

Heimat der Ursprungspflanze sind die Küstenlandschaften des östlichen Mittelmeeres und die zentral- und nordasiatischen Steppen und Wüstengebiete. Die heutigen Kulturformen sind jedoch erst im 19. und 20. Jahrhundert entstanden. Rote Beten werden heute in allen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut, in Europa hauptsächlich in den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich, in der BRD, Polen und Skandinavien. Die Hauptmenge wird im Oktober geerntet.

Rote Beten sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ein außerordentlich nahrhaftes und gesundes Gemüse. Von diesen Stoffen seien genannt: verschiedene organische Säuren, Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Natrium, Eisen, Schwefel, Jod, Provitamin A und die Vitamine B1, B2, B6, Niacin und C. Die heilkräftige Wirkung der Rote Beten ist seit langem bekannt. So wirken Rote Beten appetitanregend und fördern die Gallensekretion.

Der rote Farbstoff wird mit Stuhl und Harn wieder ausgeschieden, Blut im Stuhl und Harnbluten vortäuschend.

Die Zubereitung der Rote Beten beginnt mit dem Waschen, darauf werden sie in Salzwasser gekocht, bis sie weich sind, dann geschält, in Scheiben geschnitten und z.B. in einem Sud mit Essig, Zucker, Salz, Kümmel, Lorbeerblättern als Salat angemacht. Süßsauer eingemacht dienen sie auch als Beilage zu kalten Platten; als würziges Warmgemüse passen sie zu Koteletts, Schnitzel und anderen Fleischgerichten.

 

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