Porree/Lauch
Stängelbasis und Blattscheiden des Porrees bilden einen bis 8 cm dicken und bis 40 cm langen, fest geschlossenen, weißen, bis grünweißen Schaft mit nach oben hin breiten, kräftigen, grünen, sich voneinander lösenden Blättern. Der Geschmack ist
stark würzig und aromatisch.
Vermutet wird die Heimat des Porrees in den Mittelmeerländern und Vorderasien. Anbauschwerpunkte sind in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien und Spanien. Saison ist nahezu das ganze Jahr. Unsere Ernte wird ergänzt durch Importe vor allem aus den Niederlanden, aus Belgien und Frankreich.
Porree besitzt einen hohen Gehalt an Mineralstoffen – Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen –, Provitamin A und den Vitaminen
E, B1, B2 und C. Außerdem enthält er ätherische Öle und Aromastoffe, die für den typischen Lauchgeschmack verantwortlich sind. Porree wirkt heilend, infektionshemmend und wachstumsfördernd. Er fördert die Tätigkeit der Nieren, dient der Entschlackung des Körpers und wirkt der Bildung von Nierensteinen entgegen. Auch auf die Verdauung und die Gallentätigkeit hat Porree einen günstigen Einfluss.
Porree sollte man nicht in der Nähe aromaempfindlicher Produkte lagern. Auf Butter,
Blumenkohl, Äpfel, Birnen und Beerenfrüchte übertragen sich nämlich die starken Aromastoffe. Bei Bronchialerkrankungen wirkt Porree schleimlösend.
Gegessen wird der weiße, in Scheiben oder Streifen geschnittene Schaft und manchmal auch 10-15 Zentimeter vom grünen Blatt. Überwiegend wird er gedünstet oder gekocht und als Gemüse-Beilage zu Fleischgerichten, in Suppen, Eintöpfen, Auflauf, Salaten, Soßen, Fleischbrühe usw. verwendet.

Früchte Gleitzmann