Mispel

Die zum Kernobst zählende Mispel wächst an einem bis zu 5 m hohen Baum oder Strauch. Sie ist walnussgroß und jeweils von fünf Zipfeln eines hoch gezogenen Kelches umgeben. Ihre Form ist oval. Mispeln sind von einer festen behaarten Haut umgeben. Die Anfangs grünen Scheinfrüchte färben sich bei der Reife Ende Oktober rostrot. Das Fruchtfleisch ist leuchtend weiß bis rötlich.

Die Mispel stammt aus dem vorderen Orient. Von dort aus verbreitete sie sich nach Süd- und Westeuropa. Ein erwerbsmäßiger Anbau findet nur sehr begrenzt statt, in Italien und Großbritannien beispielsweise. Bei uns hingegen wird sie äußerst selten als Obstbaum kultiviert. Ihre Marktbedeutung ist ohnehin sehr gering; im Angebot findet man sie selten. In ihren Erzeugerländern – u. a. in Kalifornien, Japan, Spanien, Südfrankreich, Italien, Griechenland, Holland, Süddeutschland – findet man sie auf den lokalen Märkten.

Das Fruchtfleisch der Mispel besitzt einen hohen Gehalt an Gerbstoff (Tannin) und Pektin.

Löwenzahnblätter sind einige Tage, eingewickelt in Papier, im Gemüsefach des Kühlschranks haltbar.

Mispeln schmecken im reifen Zustand bitter und herb, in etwa wie sehr saure Äpfel. Erst wenn die ersten leichten Herbstfröste über die Früchte hinweggegangen sind oder sie zwei Wochen lang kühl und trocken lagernd nachreifen konnten, werden sie genießbar. Es kommt zu einem Gärungsprozess. Die Früchte schmecken jetzt nach süß-säuerlichem Wein. Durch Frost und Überreife wird die Gerbsäure abgebaut. Dennoch scheidet Frischverzehr praktisch aus. Mispeln werden meist zu Marmelade, Mus oder Gelee verarbeitet.

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