Sanddorn wächst gewöhnlich als 1 - 5 m hoher Strauch, bei voller Größe auch als kleiner Baum. Die Äste tragen Dornen und seine Blättern erinnern an die der Weide, an ihrer Unterseite sind sie silberweiss behaart. Die unscheinbaren Blüten erscheinen von März bis Mai
und im Spätsommer reifen die leuchtend orangefarbigen Beeren heran. Sie haben weiches Fruchtfleisch un
d einen stark sauer bis herben Geschmack.
Sanddorn zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C aus. Der Gehalt
schwankt von 200 - 900 mg je 100 g. Ferner enthalten die Beeren Vitamin A, B-Vitamine und Flavonoide, die man zu den sekundären Pflanzenstoffen zählt und die für den Organismus unbedingt notwendig sind. So haben Forschungen gezeigt, dass Flavonoide die Krebsentstehung verhindern können, sie schützen vor Entzündungen, Herzinfarkt und stimulieren das Immunsystem.
Die Sanddornfrüchte werden in der Heilkunde bei Erkältungskrankheiten mit Fieber
verwendet, den Saft bekommt man im Reformhaus und in der Apotheke. Man kann auch Mus und Marmelade aus den Früchten bereiten.
In der russischen Medizin verwendet man das aus den Samen gepresste Öl bei Hautkrankheiten, Durchliegeschäden und Verbrennungen.
Der Name Sanddorn kommt wohl vom bevorzugten Wuchsort dieses Strauches, es sind oft die Dünengebiete am Meer. Im alten Griechenland verwendete man die
Pflanze als Heilmittel für die Augen der Pferde. Daher kommt auch sein wissenschaftlicher Gattungsname Hippophae, hippos heisst Pferd und paos bedeutet Licht.
Der botanische Artname rhamnoides heisst kreuzdornähnlich, wobei er sich auf den Strauch Kreuzdorn bezieht.
Weitere deutsche Bezeichnungen waren Sandbeere, Dünendorn, Fasanenbeere und Rote Schlehe.
Früchte Gleitzmann