Heidelbeere, Blaubeere

Kulturheidelbeeren wachsen im Gegensatz zu unseren heimischen Waldheidelbeeren an bis zu 2 m hohen, kräftigen Sträuchern. Ihre Beeren  sind größer als die ihrer wild wachsenden Verwandten. Die Schale der Beeren ist blauschwarz, das Fruchtfleisch dagegen ist hell mit rötlichem Fruchtsaft. Beim Verzehr bekommt man daher kaum einen blauen Mund. Der  Geschmack der Früchte ist süß-säuerlich mit feinem Waldaroma.

Heidelbeeren wachsen vor allem auf der nördlichen Halbkugel von der Arktis bis in die Mittelmeerländer. Die ersten europäischen Beeren kommen Anfang  April aus Spanien und lösen damit direkt die Versorgung aus der Südhalbkugel (Chile, Argentinien, Neuseeland, Australien und Südafrika) ab. Neben der einheimischen Produktion erreichen uns außerdem Heidelbeeren aus den  Niederlanden, Frankreich, Polen und den USA. Die Erntezeit geht von Juni bis September.

Heidelbeeren sind besonders reich an Karotenen, die das Immunsystem und die Körperzellen gegen Bakterien und freie Radikale  panzern. Ebenso bedeutend ist die Konzentration an Vitamin C (gegen Infektionen und Erkältungen). Außerdem enthalten Heidelbeeren viel Tannin (Gerbstoff), das Schleimhaut bildend wirkt, Entzündungen vorbeugt und hemmt  sowie Bakterien abtötet.

Die ungewaschenen Früchte lassen sich bei niedrigen Temperaturen einige Tage im Kühlschrank lagern.

Heidelbeeren vor der Zubereitung kalt abbrausen und abtropfen lassen. Sie eignen  sich sowohl zum Frischverzehr als auch als Beigabe in Obstsalaten, zu Speiseeis, Puddings, Omeletts oder in Fruchtkaltschalen. Gezuckert mit Milch, Schlagsahne, Quark oder Joghurt sind sie eine köstliche, erfrischende  Delikatesse. Da der Saft der Heidelbeeren besonders gut gelierfähig ist, lassen sich daraus hervorragend Marmeladen oder Gelees zubereiten.

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