Fliederbeeren - Holunderbeeren

Holunderbeeren, auch Fliederbeeren oder Holder genannt, gehören  zu den Steinobstfrüchten. Man findet sie als Wildfrucht auf nährstoffreichen Böden, Hecken und Waldrändern. Die Holunderbüsche blühen in der Zeit von Mai bis Juni. Die Blütendolden können in getrockneter Form als Tee,  mit schweißtreibender Wirkung Verwendung finden. Die reife Beere wird dagegen von August bis September geerntet. Die Beeren werden in ganzen Dolden gepflückt und dann abgestreift. Die Ernte sollte in straßenfernen  Gebieten erfolgen, um Schadstoffbelastungen aus Autoabgasen zu vermeiden. Holunderbeeren leisten einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung. Sie haben nicht nur ein sehr gutes Aroma, sondern enthalten auch  reichlich

Vitamine und Mineralstoffe. Insbesondere verfügen sie über einen relativ hohen Gehalt an Eisen, Kalium, Vitamin A und Vitamin C.

Die Beeren des Holunders sollten nicht roh verzehrt werden, da sie das  Gift Sambunigrin enthalten. Dieses befindet sich in den Samen der reifen Beeren, aber auch in den noch unreifen Beeren und in den grünen Stielen. Sambunigrin spaltet Blausäure ab, wodurch es seine giftige Wirkung  entfaltet. Beim Verzehr roher Beeren kann es daher zu Magenkrämpfen, Übelkeit, Erbrechen und

Durchfall kommen. Allerdings ist das Sambunigrin hitzelabil, so daß es durch Kochen zerstört wird. Die Beeren sind dann  vielseitig verwendbar, beispielsweise als Suppe, Süßmost, Marmelade oder Likör. Sie sind sehr empfindlich und sollten nach dem Abstreifen vom Stiel vorsichtig in stehendem Wasser gewaschen werden. Für ihre Verwendung  als Süßmost reicht es, wenn man die Ästchen mit den Früchten rund um den Stiel abschneidet. Allerdings ist es sehr zu empfehlen, grüne Stielteile und unreife Beeren wegen ihres

Sambunigringehaltes auszusortieren. Zur  längeren Bevorratung kann der Saft der Holunderbeeren auch eingefroren werden und ist so bis zu 12 Monaten lagerfähig.

Übrigens, sehr gut schmecken frisch zubereitete Holunderbeersuppen mit besonderen  Geschmackskomponenten: Die Beeren mit Wasser, Birnen- und Apfelscheiben weichkochen und anschließend mit Stärke leicht anbinden. Zur Abrundung des Geschmacks werden Zucker, Zimt, Nelken und geriebene Zitronenschalen  hinzugefügt. Die Suppe kann so, warm oder kalt, mit Grießklößchen serviert werden.

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