Austernpilz

Die in "Pilztrauben" wachsenden Austernpilze haben kurze, nach oben verdickte Stiele. Sie sind weißlich bis grau oder braun mit einem muschelförmigen 5-15 cm großen Hut. Das kernige, saftige, feste Fleisch hat einen kräftig-vollwürzigen Waldpilzgeschmack, der häufig besser als der von Champignons beurteilt wird.

Den vermutlich aus Südostasien stammenden Speisepilz finden wir heute überall, auch in unseren Wäldern. Er gehört zu den wenigen Pilzarten, deren Kultivierung bisher gelungen ist. Die weltweit führenden Produzenten von Austernpilzen sind Japan, Hongkong und Thailand. In Europa sind die führenden Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Holland. Zuchtbetriebe sorgen dafür, dass der Austernpilz, der sich bei uns steigender Beliebtheit erfreut, das ganze Jahr über zur Verfügung steht.

Der Pilz besitzt einen hohen Gehalt an Wasser, aber auch an Eiweiß und Mineralstoffen. Mit seinem geringen Kaloriengehalt ist er leicht bekömmlich. Er enthält nennenswerte Mengen an Vitamin B und D.

Austernpilze können im Kühlschrank bei 7-10° C einige Tage frisch gehalten werden, ohne Aromaverluste zu erleiden. Eine weiße Schicht auf den Pilzen lässt sich einfach abwischen.

Von Austernpilzen wird nur das untere Stielende weggeschnitten. Langwieriges Putzen entfällt. Austernpilze lassen sich, ob gedünstet oder gebraten, äußerst vielseitig verwenden: als Beilage zu Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichten, Omeletts, Nudel- und Reisspeisen. In neueren Rezeptbüchern wird man auf erstaunliche Ratschläge stoßen.

 

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